Du bist als Gründer*in gestartet, hast alles selbst entschieden, Nächte durchgearbeitet, jede Herausforderung irgendwie allein gelöst. Jetzt wächst dein Unternehmen und plötzlich bist du nicht mehr nur Macher*in, sondern Führungskraft.
Klingt nach einer logischen Entwicklung, ist aber ein echter Mindset-Shift. Und den verpassen viele.
Was passiert, wenn du den Shift ignorierst
- Die Guten gehen, weil sie keinen Bock haben, dir bei jeder Kleinigkeit nachzulaufen.
- Du bist immer noch das Bottleneck für alles, von der Urlaubsanfrage bis zur Produktentscheidung.
- Das Team fühlt sich wie ein Kindergarten und du bist die*der einzige Erwachsene.
- Deine To-Do-Liste wächst schneller als dein Umsatz.
Ich hab das selbst erlebt: Ich hab zu lange alles kontrolliert, jeden Pitch nochmal selbst poliert, jede Entscheidung nochmal zurückgeholt. Ergebnis? Mein Team war genervt, ich stand kurz vorm Burnout. Erst als ich Kontrolle abgegeben habe, kam echtes Wachstum.
Leadership beginnt bei dir
Viele glauben: „Ich führe erst, wenn ich ein Team habe." Das ist ein Irrtum. Führung beginnt bei dir selbst. Wer nicht lernt, sich selbst zu führen, wird nie andere inspirieren oder entwickeln.
Selbstführung heißt:
✅ Prioritäten setzen, auch wenn's unbequem ist
✅ Grenzen klar machen, und das nicht nur auf LinkedIn posten
✅ Routinen schaffen, die dich und dein Team wirklich fokussieren
✅ Entscheidungen treffen, die wehtun, auch mal Leute gehen lassen
Frage dich ehrlich: Was hast du in den letzten 6 Monaten toleriert, das du auf keinen Fall tolerieren wolltest?
Kontrolle abgeben oder A-Player verlieren
Der härteste Schritt: Verantwortung abgeben. Du denkst, du hast alles im Griff, wenn du alles machst. In Wahrheit bist du das größte Problem.
Was du brauchst:
✅ Klare Rollen und Verantwortlichkeiten (kein „Ich dachte, das macht Steffi?!?")
✅ Transparenz: Wer macht was, warum, wie?
✅ Feedback, sofort, ehrlich, auch wenn es knallt
✅ Vertrauen schenken, nicht nur davon reden
Kleiner Test: Wann hast du das letzte Mal ein Thema komplett delegiert und dich wirklich rausgehalten? Wenn du länger als 30 Sekunden überlegen musst, solltest du etwas ändern.
Dein Verhalten ist die Kultur
Das Team schaut auf dich: Wie gehst du mit Stress, Fehlern, Erfolg, Konflikten um? Es reicht nicht, Werte schön zu formulieren. Du musst sie leben. Auch dann, wenn's knallt. It's not what you preach, it's what you tolerate.
Provokante Fragen: 🔹 Wann hast du das letzte Mal einen C-Player gelobt, weil die Zahlen gepasst haben, obwohl das Verhalten toxisch war? 🔹 Hast du dich schon mal vor einem unangenehmen Gespräch gedrückt? 🔹 Kannst du wirklich loslassen oder bist du immer noch das Nadelöhr?
Leadership ist ein Prozess, kein Titel
Der Schritt von Gründer*in zur echten Führungskraft ist kein einmaliges Event, sondern ein echter Prozess. Du wirst Fehler machen, Rückfälle haben und manchmal alles hinschmeißen wollen. Entscheidend ist, dass du lernst und weitergehst. Für dich und für dein Team.
Was dir hilft, den Shift zu skalieren:
✅ Scorecards für alle: Wer liefert was, mit welchem Wertefit?
✅ Quartalsgespräche statt „Bauchgefühl-Feedback"
✅ Klare Meeting- und Entscheidungsroutinen
✅ Regelmäßige Reflexion: Was läuft gut, was läuft schief, was muss ich als Führungskraft ändern?
Du merkst gerade, dass du Verantwortung nur auf dem Papier abgibst, aber innerlich alles kontrollierst? Dann lass uns sprechen. Sonst verlierst du garantiert deine besten Leute. 📅 Buch dir gerne einen Termin bei mir.
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Ich wünsche dir viel Erfolg bei allem was du tust! ❤️