So ein Käse. Du hast gerade festgestellt: Eine Person in deinem Team ist ein D-Player. Und jetzt?
Die Erkenntnis allein bringt dich noch nicht weiter – die entscheidende Frage ist: 👉 Kann die Person nicht – oder will sie nicht?
Diese Unterscheidung ist der Schlüssel, um zu entscheiden, ob sich eine Investition in Weiterentwicklung überhaupt lohnt oder ob du dir gerade einfach nur in die Tasche lügst.
Fall 1: Sie kann, aber sie will nicht
Klassischer Fall von: Das Potenzial ist da, aber es bleibt ungenutzt. Heißt für dich: Es liegt ein Motivationsproblem vor – das kann lösbar sein, muss aber nicht.
Jetzt ist deine wichtigste Aufgabe: Rausfinden, was los ist. Und zwar in einem Gespräch, das wirklich ehrlich ist. Schaff einen sicheren Raum, sei neugierig, nicht vorwurfsvoll.
Ein Beispiel: „Liebe Martina, du hast KPI XYZ nur zu 60 % erfüllt. Fachlich traue ich dir das absolut zu. Ich frage mich deshalb, was dich aktuell davon abhält, deine Leistung zu zeigen. Siehst du das auch so? Und was kann ich tun, um dich besser zu unterstützen?“
Mögliche Ursachen: 😕 Fehlende Wertschätzung 💸 Unzufriedenheit mit dem Gehalt 🏡 Schwierigkeiten im Homeoffice 👥 Konflikte im Team 🧩 Keine passende Rolle
Was es auch ist – finde es heraus. Erst dann kannst du entscheiden, ob ihr gemeinsam daran arbeiten könnt.
Fall 2: Sie kann nicht, aber sie will
Das ist grundsätzlich ein gutes Zeichen. Denn: Wer will, kann in den meisten Fällen auch – mit der richtigen Unterstützung. Kompetenzprobleme sind lösbar.
Jetzt brauchst du einen realistischen Plan: Mentoring? Weiterbildung? Mehr Einarbeitung? Ein anderes Tool? Frag auch aktiv nach, was die Person selbst braucht, um besser zu performen. Wichtig ist:
- ⏳ Wie lange dauert es, bis sie auf dem nötigen Level ist?
- 💰 Und kannst du dir diese Zeit leisten?
Falls nein, aber der Wertefit top ist, kannst du auch überlegen, ob es eine andere Rolle im Unternehmen gibt, die besser zu den Stärken der Person passt.
Fall 3: Sie kann nicht und sie will nicht
Uff. Doppelt schwierig. Und ehrlicherweise: hast du dafür keine Zeit, das zu retten. Wenn es überhaupt möglich ist.
Wenn du nicht mit absoluter Überzeugung sagen kannst: „Wenn ich das löse, wird das hier ein A-Player“ …dann ist es wahrscheinlich besser, die Zusammenarbeit zu beenden.
Denn der Entwicklungsaufwand wird riesig – und das Ergebnis ungewiss. Es gibt Teams, in denen diese Person besser passt. Aber deins ist es nicht.
⏱ Wie viel Zeit gibst du für Entwicklung?
Ganz klar: ⏳ Maximal zwei Quartale.
Wenn du keine klare Tendenz in Richtung B- oder A-Player siehst – dann passts einfach nicht. Denn: Je länger du einen D-Player im Team hältst, desto höher ist das Risiko, dass du deine A-Player verlierst.
Denn die haben keine Lust, dauerhaft für andere mitzuarbeiten. Und wenn du ganz ehrlich in dich reinhörst, hast du vermutlich auch keine Lust mehr die Person noch im Team zu haben, oder?
Du willst diesen Prozess sauber und strukturiert aufsetzen? Ich helfe dir gern dabei – inklusive Scorecard, Bewertungslogik und Entwicklungsplan. 👉 Let’s talk
Ich wünsche dir viel Erfolg bei allem was du tust! ❤️