„Äh, wann genau war das nochmal…?“
Du bist top vorbereitet fürs Mitarbeiterjahresgespräch. 💪 Du hast das ganze Jahr über fleißig Notizen gemacht (good job!), sitzt da mit einem ordentlichen Stapel an Eindrücken und willst endlich all deine wertvollen Beobachtungen teilen.
Dann sagst du sowas wie: „Am 2. Februar in der Präsentation am Nachmittag hattest du auf mich einen sehr unsicheren Eindruck gemacht. Das wirkte insgesamt nicht sehr professionell. Wie hast du dich dabei gefühlt?“
Antwort von deinem Gegenüber: „Äh… wann bitte?!“
🎯 Genau darum geht’s: Feedback, das Monate alt ist, fühlt sich an wie ein schlechtes Überraschungsei. Man weiß nicht mehr, worum’s geht, der Lerneffekt ist gleich null und die Stimmung? Ist auch dahin.
Warum regelmäßiges Feedback entscheidend ist
Wenn du High Performance willst – und das willst du, sonst wärst du nicht hier – brauchst du ein Team, das sich kontinuierlich entwickelt.
Und Entwicklung passiert nicht einmal im Jahr im stillen Kämmerlein mit dem Titel Mitarbeiterjahresgespräch. Sondern in Echtzeit, im Alltag und im Dialog.
👉 Studien zeigen: Je näher Feedback an der konkreten Situation gegeben wird, desto höher ist die Lerneffizienz. Und das bedeutet ganz konkret: Weniger Wiederholungsfehler, mehr Ownership und dadurch schnelleres Wachstum.
Tipp 1: Feedback sofort – nicht irgendwann
Gib direkt in oder kurz nach der Situation Feedback. Das erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass dein Gegenüber sich überhaupt noch erinnern kann, es sorgt auch für direkten Lerneffekt und reduziert Missverständnisse.
💡 Mein Lieblingshack: Lass die Mitarbeitenden zuerst selbst reflektieren. Zum Beispiel: „Wie fandest du deine Präsentation heute?“ „Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?“
95 % der Fälle: Sie geben sich selbst besseres Feedback, als du es könntest. Und du sparst dir unangenehme Monologe.
Tipp 2: Quartalsgespräche statt Jahresmarathon
Strukturiertes Feedback ist genauso wichtig wie situatives. Deshalb: Führt lieber Quartalsgespräche statt einmal jährlich den großen Showdown.
Dadurch förderst du:
✅ Regelmäßige Kalibrierung
✅ Klare Zielanpassung, wenn sich das Umfeld ändert
✅ Beidseitiges Feedback, denn auch du willst wachsen.
Und mal ehrlich: Wer von uns arbeitet heute noch nach einem Plan, der vor 12 Monaten gemacht wurde?
Wenn du jetzt denkst: „Klingt super, aber wie kriege ich das alles in meinen Arbeitsalltag rein?“ Dann wird’s Zeit, dir eine skalierbare Feedbackstruktur zu bauen. Genau dafür ist Schritt 3 meines High-Performance-Frameworks da: Die Scorecard. Buch dir gerne einen Termin bei mir, dann können wir schauen, ob und wie ich dir helfen kann.
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